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Zwangsversteigerung – Schnäppchen oder Reinfall?

1. Januar 2015 in Allgemeine Immobilieninfos


Nicht alle Besitzer einer Immobilie sind in der Lage, ihre monatlichen Kreditraten zu bezahlen. Und weil Sie sich mit der Finanzierung übernommen haben, ist nicht selten eine Zwangsversteigerung die letzte Konsequenz. Durch die Tragödie der Betroffenen besteht für andere Kaufinteressenten die Möglichkeit ein echtes Schnäppchen zu machen. Manchmal bis zu 30% unter dem Verkehrswert.

Doch aus dem vermeintlichen Topangebot  kann auch ein Desaster werden, wenn man sich vorher nicht genau informiert und die Risiken nicht kennt. Denn wirklich Geld sparen können Sie mit Immobilienauktionen nur, wenn Sie sich vorher ausreichend informiert haben. Sie sollten unbedingt vorher ungefähr im Blick haben, was genau Sie haben wollen und was so eine Immobilie kosten darf. Rechnen Sie sich deshalb vorab Ihre Obergrenze aus und lassen sich ausführlich beraten. Planen Sie Ihre Ausgaben, rechnen und vergleichen Sie. Wenn möglich schauen Sie sich die Wohnung / Grundstück, etc. vorher an. Am besten mit einem Gutachter oder Immobilienprofi, um sich über den Zustand und versteckte Mängel wie Feuchtigkeit, Risse, etc. ein genaues Bild zu machen.

Eine Zwangsversteigerung ist schon lange kein Geheimnis mehr, ebenso Immobilien, welches im Bieterverfahren angeboten werden. Umso schwieriger ist es geworden ein wirkliches Schnäppchen für sich zu gewinnen.

Um bei einer Auktion nicht ins Zocken zu geraten, gehen Sie nie über ihr vorher analysiertes Maximalgebot. Denn schon viele kamen bei Immobilienauktionen in Kaufrausch und haben sich gegenseitig so überboten, dass im nach hinein weit über dem Marktpreis gezahlt wurde.

Mit dem Portal http://www.zvg-portal.de haben die Landesjustizverwaltungen eine Plattform zur Information über Zwangsversteigerungsverfahren geschaffen. Seit dem 01.03.2007 werden von den in der Übersicht aufgeführten Amtsgerichten die Veröffentlichungen zu Zwangsversteigerungsverfahren über dieses Portal bekannt gemacht. Darüber hinaus werden von einigen Amtsgerichten auch Gutachten, Exposees und Fotos von Objekten zum Download bereitgestellt. Dieses Angebot erfolgt zusätzlich zu den üblichen Veröffentlichungen und ist zur Zeit kostenlos.

Aber Achtung: Schon vor der Versteigerung fallen viele auf Betrüger rein. Sei es, dass Exposés auf einer von den unzähligen geklonten Seiten gekauft werden, dass Jahresabos für Zeitschriften, in denen Zwangsversteigerungsobjekte aufgelistet werden, abgeschlossen werden oder am schlimmsten, dass 10% Sicherheitsleistung auf ein kriminelles Konto überwiesen werden. Am besten Sie rufen vorher bei einem Amtsgericht an und lassen sich vor Überweisung der Sicherheitsleistung das Konto bestätigen.

Die Sicherheit i.d.R. von 10% vom Verkehrswert kann wie folgt erbracht werden:

  • durch einen frühestens am dritten Werktag vor dem Versteigerungstermin ausgestellten Bundesbank bestätigten Scheck
  • durch einen frühestens am dritten Werktag vor dem Versteigerungstermin ausgestellten Verrechnungsscheck, der von einem dazu zugelassenen Kreditinstitut ausgestellt ist
  • durch Bürgschaftserklärung eines zugelassenen Kreditinstitutes (§ 69 ZVG)
  • durch die vorherige Überweisung auf ein Konto der Gerichtskasse. Wird dem jeweiligen Bieter der Zuschlag nicht erteilt, wird die Sicherheit unmittelbar nach dem Versteigerungstermin vom Gericht zurückgegeben. Sicherheitsleistung durch Übergabe von Bargeld ist seit einem Überfall 2007 nicht mehr gestattet.

Fazit: Finger weg, wenn Sie sich mit Immobilien nicht sehr gut auskennen. Die Chance einen Reinfall zu erleben ist gleich wie wenn Sie ein gebrauchtes Auto oder Boot über das Internet kaufen.

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